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  1. Karl Walter Claus Carstens (* 14. Dezember 1914 in Bremen; † 30. Mai 1992 in Meckenheim) war ein deutscher Politiker ().Er war von 1976 bis 1979 Präsident des Deutschen Bundestages und von 1979 bis 1984 der fünfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

  2. Karl Carstens mit dem designierten Bundeskanzler Helmut Kohl 1982 Quelle: BPA. 1983 gab Carstens die Anthologie "Deutsche Gedichte" heraus, da die Pflege der deutschen Literatur und des Geschichtsbewusstseins, also der geistigen Einheit der Deutschen, für ihn eine Voraussetzung zur Überwindung der Teilung Deutschlands darstellte.

    • Von Krieg zu Krieg – Kindheit und Jugend
    • Erste Berufliche Schritte
    • Im Auswärtigen Amt
    • Wirken während Der Großen Koalition
    • Neue Aufgaben Als Bundestagsabgeordneter
    • Der Bundespräsident
    • Letzte Lebensjahre

    Karl Walter Klaus Carstens gehörte zu den Millionen Leidtragenden des Ersten Weltkriegs. Rund sechs Wochen vor seiner Geburt am 14. Dezember 1914 in Bremen fiel sein Vater, Studienrat Dr. Karl Carstens, an der Westfront. Seine Mutter Gertrud Carstens, geb. Clausen, musste den Sohn von einer kleinen Witwenpension aufziehen, da das noch vorhandene Ersparte durch die Hyperinflation 1923 ebenfalls vernichtet wurde. Indem sie Nachhilfeunterricht gab, schaffte sie es dennoch, ihrem Kind die höhere Schulbildung zu ermöglichen. „Trotzdem“, so stellte Carstens im Rückblick fest, „wäre es nicht richtig, wenn ich sagen würde, daß ich eine unglückliche Jugend gehabt hätte.“ Neben der Liebe und Unterstützung durch seine Mutter nannte er in diesem Zusammenhang die Solidarität von Freunden und der Familie, deren mütterliche Seite ihm auf Fehmarn ein zweites Zuhause bot. Dieser Rückhalt, seine Begabung und die typisch hanseatische Disziplin verhalfen Karl Carstens 1933 zum Abitur am humanistischen...

    Die Kapitulation am 8. Mai 1945 erlebte Karl Carstens in seiner Heimatstadt Bremen. Von Kriegsgefangenschaft blieb er verschont und mit seiner Entlastung durch die Spruchkammer Bremen 1948 schien der Weg in die Zukunft offen, denn er wurde, obwohl seinem Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP 1940 stattgegeben worden war, nur als Anwärter eingestuft. Ab Sommer 1945 arbeitete er beim Militärgericht der amerikanischen Besatzungsmacht als Verteidiger, dann in einer großen Anwaltssozietät. Durch Vermittlung von Mitarbeitern des amerikanischen Militärgerichts erhielt Carstens ein Stipendium an der Universität Yale. Das Studienjahr 1948/49 in den USA veränderte seinen Lebensweg, denn nach seiner Rückkehr im Sommer 1949 arbeitete er nicht wieder als Anwalt. Er akzeptierte das Angebot, Bevollmächtigter Bremens in Bonn zu werden, das während seiner Zeit in Yale Hauptstadt der neugegründeten Bundesrepublik Deutschland geworden war. Die politischen Diskussionen mit den amerikanischen Kommilito...

    Die beginnende europäische Integration durch Europarat und Montanunion, wie auch der gescheiterte Anlauf, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft zu bilden, hatte Carstens bereits als Bremischer Bevollmächtigter intensiv verfolgt. Nun konnte er im Range eines Gesandten aktiv an der Zusammenarbeit in Westeuropa mitwirken. Diese Aufgabe beschäftigte Carstens auch weiterhin, als er im September 1955 als Dirigent der Unterabteilung 21 in das Auswärtige Amt in Bonn übersiedelte. In vorderster Reihe war Carstens in den nächsten Jahren an der Aushandlung der Verträge über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beteiligt, die gemeinsam mit der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) am 25. März 1957 in Rom unterzeichnet wurden. Die Mitarbeit an der europäischen Integration war für den Diplomaten dabei mehr als nur eine dienstliche Aufgabe. Noch in seinen Erinnerungen verwies er auf die Absurdität vor allem der deutsch-französischen Feindschaft: „Mein Vater fiel in Frankreich, in d...

    Im Dienst blieb der Staatssekretär auch weiterhin, wobei seine Tätigkeit im Verteidigungsministerium mit gut einem Jahr eher Episode blieb. Carstens selbst sah seine Aufgabe vor allem darin, die interne Zusammenarbeit zu verbessern. Dazu griff er zu einem etwas ungewöhnlichen Mittel. Gemeinsam mit seiner Frau lud er alle hochrangigen Ministeriumsmitarbeiter ins Wochenendhaus in die Eifel ein. Der damalige Generalinspekteur Ulrich de Maizière urteilte darüber: „Carstens gelang es …, im gesamten Haus wieder ein vertrauensvolles Arbeitsklima herzustellen.“ Auslandsreisen im Rahmen der NATO beschäftigten den Staatssekretär dabei genauso wie der Streit um den Verteidigungshaushalt zwischen Gerhard Schröder und Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Dabei stand Carstens voller Loyalität hinter seinem Minister – und wechselte doch kurz darauf, im Januar 1968, auf Bitte des Regierungschefs ins Bundeskanzleramt. Dieser Wechsel machte – wie Carstens‘ bisherige Karriere – erneut deutlich, dass er...

    Doch 1972 ließ er sich von CDU-Parteifreunden für eine Bundestagskandidatur gewinnen; eigentlich für die Wahl 1973, die dann aber auf November 1972 vorgezogen wurde. Carstens gewann zwar den ihm zugeteilten Wahlkreis 7 – Oldenburg (Ostholstein) und Plön – nicht direkt, zog aber über die Landesliste in den Bundestag ein. Schnell profilierte er sich mit kämpferischen Reden zum Grundlagenvertrag zwischen Bundesrepublik und DDR (vgl. bspw. UiD-Dokumentation 5/73). Im Februar 1973 titelte die BILD-Zeitung: „Die CDU hat einen neuen Star“. Trotz dieser Presselorbeeren war die Wahl von Carstens zum Vorsitzenden der Bundestagsfraktion von CDU/CSU am 17. Mai 1973 gegen die Kandidaten Richard von Weizsäcker und Gerhard Schröderaufgrund seiner geringen parlamentarischen Erfahrung eine Überraschung. Eher eine Nebenrolle spielte dabei, dass mit ihm der erste evangelische Fraktionsvorsitzende gewählt wurde. Carstens fand bald zu einer guten Zusammenarbeit mit dem ebenfalls neu gewählten Bundesvors...

    Nach seiner Wahl zum Staatsoberhaupt verkündete Karl Carstens: „Das Grundgesetz weist dem Bundespräsidenten die Rolle zu, Präsident aller Bürger dieses Landes zu sein und sein Amt unparteiisch zu führen. Ich werde mir Mühe geben, diesem hohen Anspruch gerecht zu werden.“ (in: UiD 21/79 25. Mai 1979.) Tatsächlich zeichnete sich die Amtsführung des fünften Bundespräsidenten durch eine Korrektheit aus, in der sich der hohe Staatsbeamte wiederfinden ließ. Die Betonung seiner Überparteilichkeit umfasste auch eine Absage an die These, seine Wahl könnte als Zeichen einer Wende gedeutet werden wie 1969 die Wahl von Gustav Heinemann, die als Signal für die anschließende Bildung der sozialliberalen Regierung galt. So war es eine Laune der Geschichte, dass gerade Karl Carstens mit einem der schwersten Verfassungskonflikte seit Geltung des Grundgesetzes konfrontiert wurde. Am 17. Dezember 1982 stellte die seit dem 1. Oktober amtierende Regierung Kohl die Vertrauensfrage im Parlament, deren gepl...

    Den Bundespräsidenten a. D. erwartete in seinen letzten Lebensjahren, bis zu seinem Tod am 30. Mai 1992, kein Ruhestand, auch wenn er seine große Leidenschaft Segeln nun öfter ausüben konnte. Vor allem folgten zahlreiche Auslandsreisen, das Abfassen der Memoiren, einige Ämter – wie die Mitgliedschaft im Ältestenrat der CDU – sowie viele Reden und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Ereignissen. In seinen Ansprachen und Erklärungen begleitete er auch die Friedliche Revolution und die Wiedervereinigung, die er abschließend würdigte: „Für mich ist das eines der bewegendsten Ereignisse der deutschen Geschichte und vielleicht der Weltgeschichte überhaupt, daß es Menschen gelungen ist, in einer friedlichen Revolution eine Diktatur, die sie jahrzehntelang unterdrückt hat, abzuschütteln.“ Auch wenn Karl Carstens als bekennender Bremer Hanseat Ehrungen kritisch gegenüberstand, sind die Auszeichnungen, die er erhielt, zahlreich. Herausragend ist sicherlich der Karlspreis, der ihm im Mai 1...

  3. Karl Carstens ist von 1979 bis 1984 der fünfte Bundepräsident der Bundesrepublik Deutschland. Der Jurist und CDU-Politiker profiliert sich ab 1972 im Deutschen Bundestag als scharfer Gegner der „Neuen Ostpolitik“. Als Bundespräsident ist Carstens um Neutralität und Überparteilichkeit bemüht. Volksnähe zeigt er mit ausgedehnten ...

  4. Karl Carstens studiert Rechts- und politische Wissenschaften. 1937 promoviert er zum Dr. jur. 1939 legt er das zweite juristische Staatsexamen ab. Nach Militär- und Kriegsdienst tritt er im Mai 1945 in seiner Heimatstadt Bremen in eine Anwaltskanzlei ein.

  5. 30.05.1992 · Karl Carstens wurde am 14. Dezember 1914 in Bremen als Sohn eines Studienrats geboren. Nachdem er 1933 das Abitur abgelegt hatte, studierte er Rechtswissenschaften und Politologie in Frankfurt, Dijon, München, Königsberg und Hamburg. In den Jahren 1936 und 1939 schloss er die Studien mit dem juristischen Staatsexamen in Hamburg ab. 1937 ...

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