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  1. Im Jahr 1810 wurde Marie-Louise mit dem französischen Kaiser Napoleon verheiratet. Napoleons erste Ehe mit Joséphine de Beauharnais war daran gescheitert, dass aus dieser kein Thronfolger hervorgegangen war. Außerdem hoffte Napoleon, mit der Heirat Österreich bündnispolitisch an sich binden zu können. Leidtragende war Marie-Louise selbst, denn seit Jahren verabscheute sie Napoleon, der ihren geliebten Vater mehrmals militärisch gedemütigt hatte. Sie besaß sogar eine nach ...

  2. Das Paar hatte zwei Kinder, Eugène und Hortense. Durch die Tochter ihres Sohnes Eugène, des Herzogs von Leuchtenberg, Josephine von Leuchtenberg, Ehefrau von König Oskar I. von Schweden, zählt sie zu den Vorfahren der regierenden Dynastien in Belgien, Dänemark, Luxemburg, Liechtenstein, Norwegen und Schweden. Kinderlos blieb die Ehe ihres Enkels mit der Königin von Portugal.

  3. Die Braut, Marie Louise, war in dieser Sache nur ein Spielball der Mächte. Trotz großer Bedenken ihrerseits fügt sie sich schließlich in ihr Schicksal. Aus der Vernunftehe entwickelte sich jedoch wider Erwarten eine harmonische Beziehung, aus der ein Sohn entsprang: Napoleon II. Franz Bonaparte, in Frankreich auch bekannt als „L’Aiglon“ (der kleine Adler).

  4. Napoleon arrangierte die Heirat mit dem General Victoire Emmanuel Leclerc. Dieser starb 1802 auf Haiti. Wiederum auf Betreiben ihres Bruders nahm Pauline den Offizier Camillo Borghese (1775-1832) zum Mann. Als Napoleon nach Elba verbannt wurde, war sie die einzige seiner Schwestern, die ihm dorthin folgte. Als Napoleon nach St. Helena musste, zog Pauline nach Rom und Florenz. Dort starb sie am 9. Juni 1825 im Alter von 44 Jahren an Krebs.

    • Vorgeschichte
    • Diplomatische Vorbereitung und Stellvertreterhochzeit in Wien
    • Reise Marie-Louises Nach Frankreich
    • Einzelnachweise

    Das Thronfolgeproblem

    Napoleon, der sich 1804 selbst zum Kaiser der Franzosen gekrönt hatte, sah die Begründung einer eigenen Dynastie vor. Die Umwandlung des Konsulats in ein erbliches Kaisertum machte einen männlichen Thronfolger notwendig. Die Verfassung sah zwar auch die Möglichkeit vor, dass der Kaiser keine natürlichen Nachkommen hatte und durch die Adoption eines Sohnes oder Enkels seiner Brüder seine Nachfolge regelt. Aus Sicht von Napoleons Umfeld konnte jedoch nur ein leiblicher Sohn Anerkennung finden....

    Scheidung von Joséphine

    Gegen die Entscheidung für eine Scheidung sprach die Beliebtheit Joséphines im Volk und Napoleons persönliche Zuneigung zu ihr. Andererseits hatte im Jahr 1809 die Schwangerschaft seiner polnischen Mätresse Maria Walewska gezeigt, dass er zeugungsfähig war, also möglicherweise noch einen Thronfolger zeugen konnte. Diesmal erkannte Napoleon auch seine Vaterschaft an. Schließlich führte ihn der am 12. Oktober 1809 gescheiterte Attentatsversuch Friedrich Stapß vor Augen, wie bedroht das französi...

    Bündnispolitische Überlegungen für eine Neuverheiratung

    Bei der Suche nach einer neuen Ehefrau kamen nur drei Kandidatinnen in die nähere Auswahl: eine sächsische Prinzessin, eine Schwester des russischen Zaren Alexanders I. und Marie-Louise, die Tochter des österreichischen Kaisers. Mit solchen Heiratsverbindungen wollte Napoleon, der seinen Aufstieg nicht der Geburt, sondern seinen militärischen Erfolgen und politischem Geschick verdankte, sein Herrscherhaus endgültig in die Reihe der etablierten Dynastien Europas integrieren. Gegenüber Marie-Lo...

    Offizielle Überreichung des Heiratsantrages

    Napoleon betraute Marschall Louis-Alexandre Berthier mit der offiziellen Überreichung des Heiratsantrages. Berthier war ein Befürworter der österreichischen Heirat und genoss das volle Vertrauen Napoleons. Noch Ende 1809 war er von ihm zum Fürsten von Wagramernannt worden. Am 22. Februar 1810 brach Berthier auf und erreichte Wien am 4. März, wo er von der Bevölkerung als Friedensbringer bejubelt wurde. Drei Tage später erschien Berthier vor Kaiser Franz I. In seiner Rede bekräftigte er, dass...

    Stellvertreterhochzeit in Wien

    Am 11. März 1810 fand in der Wiener Augustinerkirche eine Stellvertreterhochzeit zwischen der achtzehnjährigen Erzherzogin und dem Kaiser der Franzosen statt. Dies war nicht unproblematisch, da Napoleon sich erst kürzlich von Joséphine geschieden hatte und somit Zweifel an der kirchlichen Rechtsgültigkeit der neuen Ehe aufkamen. Um derartige Kritik zu unterdrücken, sprach der Erzbischof von Wien der Hochzeit seinen Segen aus. Der nicht anwesende Napoleon ließ sich von Erzherzog Karl vertreten...

    Abreise aus Wien und Übergabezeremonie in Braunau am Inn

    Die Reise der nun französischen Kaiserin Marie-Louise von Wien nach Paris erforderte ein aufwendiges höfisches Zeremoniell, bei dem Napoleon an die Tradition des Ancien Régime anknüpfen wollte. Er bestand darauf, die Brautfahrt der Marie Antoinette von 1770 nachzuahmen. Dazu gehörte etwa die Veranstaltung einer feierlichen Übergabezeremonie an der Grenze zwischen der französischen und österreichischen Einflusszone sowie eine erste Begegnung des Ehepaares bei Schloss Compiègne. Marie-Louise ve...

    Einzug in München

    Am Abend des 17. März 1810 erreichte Marie-Louise und ihr aus 38 Kutschen bestehendes Gefolge die bayerische Hauptstadt München. Die dort residierende Dynastie der Wittelsbacher betrachtete die neue Heiratsverbindung aus zwei Gründen mit Sorge. Erstens war die älteste Tochter des bayerischen Königs mit Eugène de Beauharnais, dem Sohn von Josèphine, verheiratet. Mit der Scheidung von Joséphine hatte Napoleon also seine dynastische Verbindung zum bayerischen Königshaus entwertet. Zweitens verlo...

    Zusammentreffen bei Compiègne

    Um die Strapazen der Reise möglichst in Grenzen zu halten, sah die Route für den 27. März 1810 ursprünglich einen Aufenthalt in Soissons vor. Der Ort war die letzte Station vor dem geplanten Zusammentreffen mit Napoleon in Compiègne am darauffolgenden Tag. Die Stadt Soissons hatte sich bereits auf den Empfang und die Unterbringung der Kaiserin vorbereitet. Napoleon ging dies jedoch nicht schnell genug. Er war bereits am 20. März 1810, um etwa 19 Uhr, in Compiègne eingetroffen und hatte dort p...

    ↑ Johannes Willms: Napoleon. Eine Biographie.Beck, München 2009, S. 376.
    ↑ Thierry Lentz: Le sacre de Napoléon, 2 décembre 1804. Nouveau Monde Édition. Paris 2003. S. 132.
  5. Napoléon-François-Joseph-Charles Bonaparte; * 20. März 1811 im Tuilerien-Palast in Paris; † 22. Juli 1832 in Schloss Schönbrunn bei Wien) war der einzige legitime männliche Nachkomme Napoleon Bonapartes; er stammte aus dessen zweiter Ehe mit Marie-Louise von Österreich .

  6. Napoleon war wirklich in seine Frau verliebt und zeigte seine aufrichtigen Gefühle gegenüber Josephine in vielen Liebesbriefen, die er an sie sandte. Aber Josephine hatte diese Ehe als Annehmlichkeit genommen, um gute Lebensumstände für sich und ihre Kinder zu schaffen. Sie flirtete nach wie vor mit anderen in der Gesellschaft, während Napoleon nicht in Paris war. Aber als sie Antworten auf die Liebesbriefe Napoleons schickte, zeigte sie viel Intimität und teilte ihren Kummer mit ihrem ...