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  1. Durch die Hinrichtung Robert Blums am Jahrestag des 18. Brumaire 1799 setzte die österreichische Regierung das Zeichen für den Beginn der bonapartistischen Phase der Fürstenherrschaft in Europa, wenige Wochen vor der Wahl Napoleon III. zum Präsidenten in Frankreich. Sein Tod markierte zugleich das Ende des konstitutionellen Abschnitts der Märzerhebung und war Ausdruck des Ausscheidens Österreich-Ungarns aus dem geplanten deutschen Nationalstaat.

  2. Robert Blum ging als Abgeordneter des Frankfurter Parlaments nach Wien. Nach Niederschlagung der Revolution wurde er ungeachtet seines Status zum Tode verurteilt. Mit unverbundenen Augen wollte er "dem Tode frei ins Auge sehen". Am Hinrichtungsplatz lehnte Blum es ab, sich die Augen verbinden zu lassen ("Ich möchte dem Tode frei ins Auge sehen"), tat es dann aber schließlich eigenhändig mit Rücksicht auf die Zielsicherheit der Schützen.

    • Jugend und Ausbildung
    • Politische und Schriftstellerische Tätigkeit
    • Revolution 1848/49
    • Bedeutung

    Robert Blum wurde am 10. November 1807 in Köln geboren. Sein Vater Engelbert Blum betätigte sich beruflich als Fassbinder, konnte diese Arbeit aber aufgrund körperlicher Schwäche nicht länger ausüben. Folglich lebte die Familie Blum in ärmlichen Zuständen und hatte teilweise unter Hunger zu leiden. Aufgrund einer Masernerkrankung wurde Robert Blum ...

    Blum besuchte als Nichtstudent ab dem Wintersemester 1829/30 Vorlesungen an der Universität Berlin. Dort erlangte er Kenntnisse über die deutsche Literatur. In den folgenden Jahren war er in einem Theater angestellt und betätigte sich als Schriftsteller. Außerdem wurde Robert Blum – im Kontext des deutschen Vormärz – in den 1830er Jahren zunehmend ...

    Infolge der Märzrevolution 1848 wurde Robert Blum vom Stadtrat Zwickau in das Frankfurter Vorparlament gewählt. Dort wurde er Vizepräsident und gehörte dem “Fünfzigerausschuss” an. In der Frankfurter Nationalversammlung hielt Blum als Abgeordneter politische Reden für die Fraktion “Deutscher Hof” . Infolge der Wiener Oktoberrevolution reiste Blum a...

    Die Hinrichtung Robert Blums sorgte in der Frankfurter Nationalversammlung für Empörung. Als Abgeordneter eines demokratisch gewählten Parlaments hatte Blum eigentlich über Immunität verfügt. Das Todesurteil war daher als Rechtsbruch und Ablehnung des deutschen Parlaments in Frankfurt zu werten. Für die liberale und demokratische Bewegung im Deutsc...

    • „Erschossen Wie Robert Blum“
    • Abgeordneter Der Paulskirche
    • Ein Publizist Im Professorenparlament
    • Blums Bekanntheit wächst
    • Blum 1848 – Von Frankfurt Nach Wien
    • Blums Letzte Worte

    Wer also war der Mann, nach dem seit letztem Jahr ein Saal im Schloss Bellevue benannt ist? Robert Blum starb am 9. November 1848 auf einer Kirmeswiese in Brigittenau im Norden von Wien. Normalerweise erzählt man die Geschichte eines Menschen von vorn. Doch das Sprichwort „Erschossen wie Robert Blum“, das heute zumindest manchen noch bekannt ist, w...

    Robert Blum war Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Dort zählte er zu den bekanntesten linksliberalen Abgeordneten – vielleicht war er sogar derbekannteste. Die von ihm begründete Fraktion des Deutschen Hofes setzte sich für die Errichtung einer parlamentarisch-demokratischen Republik ein. Damit standen sie beispielsweise im Gegensatz...

    Als Professorenparlament ging die Frankfurter Nationalversammlung in die Geschichte ein. Der Grund dafür war, dass viele der Abgeordneten aus dem akademisch gebildeten Bürgertum stammten. Sie waren beispielsweise als Beamte, Richter, Professoren und Lehrer tätig. Im Vergleich dazu war die Zahl der Gewerbetreibenden und Landwirte unter den Abgeordne...

    Einen „endgültigen Durchbruch“ für Robert Blum brachte das Jahr 1845. Im August 1845 kam es in Leipzig zu Protesten gegen den Besuch des sächsischen Prinzen Johann. Weil die versammelte Menge es nicht beim Singen von deutsch-Nationalen Liedern beließ, sondern Steine gegen das Hotel des Prinzen warf, kam das Militär zum Einsatz. Statt der Stadtwache...

    Kein Wunder, dass ein so populärer Liberaler und Demokrat wie Robert Blum an den Geschehnissen in Frankfurt beteiligt war. Dort war Blum zunächst Teil des Vorparlaments und des sogenannten Fünfzigerausschusses, der die Nationalversammlung vorbereiten sollte. Welche Fraktion er dort unterstützte, ist bereits oben beschrieben. Wie also kam Blum nach ...

    Auch seine Immunität als Abgeordneter konnte Robert Blum nicht retten. Wenige Tage nach seiner Verhaftung wurde er in einem Schauprozess zu Tode verurteilt. Bald darauf wurde Blum hingerichtet. Sowohl Priestergespräch als Augenbinde lehnte er ab. Seine letzten Worte lauteten: Blums Tod und der Sieg der Restauration in Wien waren ein starker Rücksch...

  3. 18. Nov. 2008 · Das schreibt Robert Blum drei Monate vor seiner Hinrichtung an seine Ehefrau Jenny. Der Revolutionär stirbt wie ein Märtyrer für seine Überzeugung: Freiheit und Einheit auf deutschem Boden....

  4. Die gesetzwidrige Hinrichtung Robert Blums war nichts weniger als eine Machtdemonstration des Ancien regimes, der alten Kräfte gegen die Revolution, und sollte als solche auch ein Zeichen setzen: Die Nationalversammlung in Frankfurt am Main interessierte die Machthaber in Österreich nicht! Im Normalfall geht man davon aus, dass die letzten Worte und Wünsche eines Sterbenden unabhängig von seiner Person erfüllt werden. Deshalb könnte man auch meinen, dass die österreichsischen ...

  5. In der Paulskirche gehörte Blum zum linksliberalen Spektrum durch die von ihm begründete Fraktion des Deutschen Hofes, ging aber auch immer wieder mit radikaldemokratischen Forderungen mit. Als im Oktober 1848 in Wien Menschen auf die Barrikaden gingen, sprach Blum sich mit anderen für eine symbolische Unterstützung der Aufständischen aus. Als Frankfurter Delegierte reisten sie nach Wien, um eine Solidaritätsnote zu überbringen. Da sich Blum jedoch auch am Revolutionsgeschehen Wiens ...